PS – Politisch Schreiben Anmerkungen zum Literaturbetrieb

Auf unserer Homepage gibt es einen neuen Bereich. Dort werden Projekte, Initiativen und Statements zu den sozialen und ökonomischen Auswirkungen der SARS-CoV2-Pandemie versammelt. Hier findet ihr auch Aktionen, an denen wir mitwirken, Videos, Texte und was uns in der kommenden Zeit noch einfällt.

Haltet durch und bleibt gesund, die PS-Redaktion

Selbstverständnis

PS: Postskriptum.

Nachsatz. Letzte Anmerkungen. Nachgeschobene Gedanken. Ein Übrigens. Wovon wir ausgehen: Der Literaturbetrieb ist kein neutrales System. Es bedarf einer Analyse.

 

PS: Politisch Schreiben.

Wir fragen, wer sagt was und was sagt wer. Es geht uns darum, dass sich Autor_innen politisch positionieren und nicht darum, literarische Texte an politische Inhalte zu binden. Politisch Schreiben meint, Fragen nach Zusammenhängen und Abhängigkeiten stellen. Wovon wir ausgehen: Schriftsteller_innen sind nicht neutral. Wir schonen uns nicht.

 

PS heißt die Zeitschrift für Anmerkungen zum Literaturbetrieb.

Auf inhaltlicher Ebene wollen wir Hochliteratur und Genreliteratur nebeneinander stellen, auf der Anerkennungsebene etablierte Autor_innen neben jene, die am Beginn ihres literarischen Werdegangs stehen. Was geschieht, wenn Unterscheidungssysteme wie diese zu verschwimmen beginnen?

 

Wovon wir ausgehen

Es kann einen Literaturkanon geben, der die Geschichte aller abbildet und nicht auf der Idee von Entwicklung und Fortschritt basiert. Es gibt keine Frauen- und Minderheitenliteratur / Frauen- und Minderheitenliteratur müssen wir fördern. Das Besondere muss zum Allgemeinen werden, denn wir bewegen uns in gemachten Schemata – die auch anders machbar sind.

Manche schreiben, manche dürfen Schreiben lernen. Welche Welten reproduziert die daraus entstehende, gegenwärtige Literatur? Wer hat die richtigen Kontakte?

 

Für alle gilt jedoch

Literatur ist Arbeit. Wir wollen nicht die russischen Pipelines anzapfen müssen, um es am Schreibtisch warm zu haben.

PS ist eine regelmäßig erscheinende Plattform, die in aktuelle Debatten des Literaturbetriebes eingreift, Strukturen sichtbar macht und im Dunkeln nicht Angst hat. Neben Essays und Interviews erscheinen in PS literarische Texte aller Disziplinen, in print und digital. PS richtet sich an alle, die Literatur schreiben, verwerten, damit Geld machen und wie wir, bei all dem immer schon einen Tiger im Hirn hatten.

PS als Netzwerk und Zeitschrift gibt es seit 2015 – seitdem hat sich viel getan.

IMPRESSUM
PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben
Herausgegeben von: Kunst & Lügen e.V.
PS erscheint einmal im Jahr (Oktober).

REDAKTION
kaśka bryla, olivia golde, jiaspa fenzl, carolin krahl, eva schörkhuber, yael inokai

BEIRAT
sabine scholl, sasha marianna salzmann, lena vöcklinghaus, jessica beer

MITARBEIT
maria milisavljevic, irina nekrasov/a, svenja viola bungarten

volles Impressum