PS – Politisch Schreiben Anmerkungen zum Literaturbetrieb

Wie du mir, so ich dir. – Das Prosadebüt im Gefangenendilemma

von kaśka bryla

#atmen #gefangenendilemma #auktionen #werbung #blacklivesmatter #titfortat #übrigens:ich #frauenzählen #becauseit’s2020

#atmen
Der Atem ist das Selbstverständlichste der Welt. Erst als mir das Atmen plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist, mich jeder zu schnell gesetzte Schritt in Not bringt und ich mich so manche Stunde innerlich beruhigen muss: „Es ist ein Anfall. Der geht vorbei“, erfasse ich seinen Wert. Früh am Morgen, Anfang Mai werde ich vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig verständigt, ich sei positiv auf Covid-19 getestet worden und stehe nunmehr unter Quarantäne. Seither habe ich keine Zigarette mehr angerührt.

What you risk is what you value, schreibt Jeanette Winterson in ThePassion, dem Roman dessen Titel mit Verlangen ins Deutsche (1988) übersetzt wurde. You play, you win. You play, you lose. You play.
Jeanette Wintersons Verlangen war nicht ihr Debütroman. Ihr Debütroman war Oranges Are Not the Only Fruit – eine autobiographisch gefärbte lesbische Coming-out-, Coming-of-Age-Geschichte, die Jeanette Winterson 27 Jahre später, nach dem Tod ihrer Adoptivmutter, mit dem autobiographischen Roman Why Be Happy When You Could Be Normal? ergänzte.
Wäre 1985 kein Verlag das Risiko eingegangen, ihr so queeres Debüt zu publizieren, ich wäre doppelt beraubt gewesen: einerseits eines Autor*innenvorbildes, das sich jenseits heteronormativer Mittelschichthintergründe wähnt, und andererseits des danach erschienenen Romans Verlangen, der mich durch die frühen Zwanziger Jahre meines Schreibens wie meines Lebens begleitet und beeinflusst, für beides meinen Atem verlängert hat: I’m telling you stories. Trust me.

Villanelle lebt in Venedig, wo sie als Croupière arbeitet und das bevorzugt in Männerkleidung. Henri kommt aus einem Dorf in Frankreich, wird von der napoleonischen Armee rekrutiert, in der er seinem Idol dem Kaiser und dessen Geliebten Josephine als Diener allabendlich Hühnchen servieren darf.
Im Jahr 1805 verliert Villanelle ihr Herz an eine verheiratete Frau, lässt sich von Liebeskummer gepeinigt auf eine riskante Wette ein, woraufhin sie als Sexarbeiterin an Generäle der französischen Armee verkauft wird. Dort begegnet sie Henri, als dieser, bereits von den Kriegszügen Napoleons angewidert, in seiner Liebe zum „Kaiser“ desillusioniert ist. Gemeinsam beschließen sie zu desertieren. In Venedig angekommen, soll Henri Villanelle helfen, ihr Herz zurückzustehlen.

Pikdame gewinnt, Treff Ass verliert, spiel noch einmal. Was willst du riskieren? Deine Uhr? Dein Haus? Deine Mätresse? Ich rieche so gerne diese Gier bei ihnen. Selbst den Stillsten, den Reichsten haftet dieser Geruch an. Er liegt irgendwo zwischen Angst und Wollust. Leidenschaft, nehme ich an.So reflektiert Villanelle ihr Klientel in den Casinos Venedigs.

Was ist ein Debüt für einen Verlag anderes als eine Risikoinvestition, der Einsatz in einem Spiel um mögliche Verkaufszahlen vor einem noch leeren Regal? Die Debüts des „Corona-Frühlings“ waren nicht nur für kleine und mittelgroße Verlage ein herber Verlust. Auch so mancher großer Verlag, der sich mit berauschenden Vorschusssummen hinausgelehnt hatte, wird diese 2020 wohl nicht mehr einspielen.
Und gleichzeitig waren Flexibilität und Engagement dieses Frühlings beachtlich, mit denen von analogen Formaten auf digitale umgestellt wurde, Lesereihen ihre Aktivitäten ins Internet verlegten, Literaturhäuser alles dafür taten, die zur Verfügung stehenden Gelder jenen zukommen zu lassen, denen in ihrem Status als Selbstständige eine Haupteinnahmequelle – die Lesung – weggebrochen war.
Unerwartet wurde plötzlich möglich, worüber sonst nicht einmal diskutiert wird: Preise wurden einfach auf die Finalist*innen aufgeteilt. Der internationale Literaturpreis zum Beispiel hatte dieses Jahr insgesamt zwölf Gewinner*innen: Die sechs Autor*innen der Shortlist und die Übersetzer*innen.
Sogar für den Bachmann-Wettbewerb hätte die digitale Form eine Chance werden können. Die Lesungen waren um ein Vielfaches angenehmer mit anzusehen. Keine gequälten Autor*innengesichter und angespannten Körper, Finger, die sich an Papier klammern. Die physische Distanz zur Jury wurde über die Leichtigkeit der Leseperformance für die Rezeption deutlich spürbar. Darüber hinaus könnte die Barrierefreiheit, die ein digitales Format sowohl auf Autor*innen- als auch Rezipient*innenseite mit sich bringt, für die Zukunft berücksichtigt werden. Die Jury-Diskussion hingegen konnte über das Video-Konferenz-Tool Zoom nicht unbedingt dazugewinnen. Und was blieb, war natürlich der Wettbewerb.

#gefangenendilemma
Das Gefangenendilemma kann als Abbildung der Problemstruktur betrachtet werden, die für Wettbewerbssituationen typisch ist.
Für die klassische Illustration des Gefangenendilemmas wird der Fall zweier Straftäter*innen, die eines gemeinsamen Verbrechens beschuldigt werden, herangezogen. Sie werden getrennt voneinander verhört und wissen nicht, was die jeweils andere aussagt. Gestehen beide, erhalten beide eine hohe Strafe, aber nicht die Höchststrafe. Gesteht jedoch nur eine*, geht diese* als Kronzeug*in straffrei aus, während die andere als überführte*, aber nicht geständige* Täter*in die Höchststrafe bekommt. Wenn keine* gesteht, sie also miteinander kooperieren oder, anders ausgedrückt, sich aufeinander verlassen, machen sie in der Summe den größten Gewinn, bekommen zusammen die niedrigste Strafe.
Es handelt sich um ein Zwei-Personen-Nicht-Nullsummenspiel. Beiderseits bestehen sowohl gemeinsame als auch konfligierende Interessen. Das Ergebnis der Entscheidung der* einen* Akteur*in ist von der Entscheidung der* anderen* Akteur*in abhängig. Das Verhalten der Akteur*innen beeinflusst sich wechselseitig. Die Entscheidungen werden simultan, aber unabhängig voneinander getroffen, und die* eine kennt die Entscheidung der* anderen nicht. Jede* Akteur*in versucht mit der Strategie, die* ihrem rationalen Verhalten entspricht, unter den gegebenen Beschränkungen ihren eigenen Nutzen zu maximieren.
Im klassischen Gefangendilemma ist es für beide Akteur*innen die dominante Strategie zu defektieren, also die Kooperation untereinander abzulehnen. Das bedeutet übersetzt, dass Defektion für beide individuell vorteilhafter ist als Kooperation, egal was die* andere tut. Wenn allerdings wirklich beide defektieren, erzielen sie damit das für beide schlechteste Ergebnis.

In seiner ökonomischen Grundstruktur bietet das Gefangenendilemma die Möglichkeit zur Analyse von Interaktionsstrukturen. In der Wirtschaftsethik wird es als Problemaufriss verwendet, um Moral letztlich implementierbar zu machen, während es der Sozialpsychologie zur Erforschung von diversen Konfliktsituationen und der Erklärung des realen Verhaltens in diesen Situationen dient.

Ausgehend von der Perspektive einer Debütautorin, aus der ich schreibe, in der ich mich 2020 befinde, trete ich in den Wettbewerb des Literaturbetriebs ein. Ob ich möchte oder nicht, konkurriere ich mit allen anderen Debütautor*innen um die begrenzten finanziellen und symbolischen Anerkennungen (Preise, Vorträge, Auftritte). Zweitens gibt es einen ebenso mir auferlegten Wettbewerb mit den anderen Literaturtiteln meines Verlags. Daraus ergibt sich womöglich ein zusätzlicher Konflikt: der zwischen mir und meinem Verlag.

#auktionen
Von Verlagsseite aus gibt es einen permanenten Wettbewerb mit anderen Verlagen, und dieser Wettbewerb ist besonders eklatant, wenn es um die Akquise von Debüts geht. In der Auktion um Debüts überbieten sich Verlage gegenseitig in den Vorschüssen. Wobei das, worum gefeilscht wird, noch reine Spekulation ist. Letztlich lässt sich nicht voraussagen, welcher Roman, welche*r Autor*in das Gebotene wieder einspielen wird. Es ist die Erwartung auf einen möglichen Gewinn, den Ruhm für Entdeckung und Eroberung, für die Verlage bereit sind, teils um ein vielfaches mehr Geld auszugeben als für Bücher bereits etablierter Autor*innen – sichere Einnahmequellen.
Der dadurch generierte Druck auf Debütautor*innen ist immens, ahnen sie doch, dass es noch nicht so wirklich die Güte ihrer Arbeit ist, für die sie da entlohnt werden. Die Güte ihrer Arbeit beweist sich für den Verlag erst über den Verkauf und die Platzierung auf Debütpreislisten, im besten Fall dem Gewinn einer dieser Debütpreise. Stellt sich keines von beiden ein, muss ein*e Autor*in, die eben über den erhaltenen Vorschuss noch gepusht wurde, oftmals damit rechnen, ebenso schnell wieder fallengelassen zu werden. Das Verhältnis zwischen Verlag und Debütautor*in ist somit notgedrungen von beiden Seiten her ein instabiles. Wird umgekehrt das Debüt ein Verkaufsschlager oder räumt mehrere Preise ab, überlegt die Autor*in ihrerseits, ob ein Verlagswechsel in ihrem Interesse, also für sie lukrativ sein könnte.

Wir spielen in der Hoffnung zu gewinnen, doch was uns erregt, ist der Gedanke an das, was wir verlieren können. Dem Treiben in den Casinos Venedigs stellt Winterson jenen Kriegszug Napoleons entgegen, bei dem die französische Armee im russischen Winter vor einem niedergebrannten Moskau elendig verhungert und erfriert. Der Körper verschließt sich, wenn er zu viel ertragen muss; er tritt eine stille Reise ins Innere an, wartet auf bessere Zeiten und lässt dich gefühllos und halb lebendig zurück.

Mit dem Tag meines positiven Corona-Testergebnisses habe ich nicht nur zu rauchen aufgehört, auch Nachrichten jenseits von kurzen Facebook-Posts wollte ich nicht mehr lesen. Die Angst, furchtbare neue Forschungsergebnisse könnten mir mitgeteilt werden: Das Virus werde meine Lunge oder andere Organe über Monate hinweg langsam zersetzen. Multiples Organversagen. Nie werde ich wieder richtig Luft bekommen.
Es gab ja die längste Zeit nur zwei Erzählstränge des Verlaufs: entweder Krankenhaus. Dort Tod oder durch die künstliche Beatmung irreversible Lungenschäden. Oder ein symptomfreier bis nahezu symptomfreier Verlauf.
Ich hing bereits den zweiten Monat mit meinem Virus fest, und die Symptome kamen und gingen. Irgendwann musste ich mich der Realität stellen: Es gibt wenige Vergleiche und keine Gewissheit.
So auch im Daseinskampf der Autor*in, die gerade dabei ist, die literarische Bühne zu betreten. Debütantin bin ich im Jahr 2020 im doppelten Sinn.
Kein*e Ärzt*in war in der Lage, mir zu meinen Symptomen oder meinem Verlauf zuverlässig Auskunft zu geben. Für das Debüt in einem Corona-Jahr gab es immerhin schon den Frühling, und alle denken: So schlimm kann der Herbst nicht werden. Aber wissen tut es niemand.
Henri ahnt nichts vom russischen Winter und einem niedergebrannten Moskau, als er sich Napoleons Idee eines Krieges anschließt. Nur Villanelle ist sich des Spiels in jedem Moment, da sie die Roulette-Kugel wirft, bewusst.

#werbung
Neben den Verkaufszahlen und den Literaturpreisen gibt es einen Posten, der das Verhältnis zwischen Autor*in und Verlag entscheidend prägt: Marketing und der Vertrieb.
„Nicht nur die Nachfrage bestimmt das Angebot“, argumentiere ich in einem Gespräch mit meiner Lektorin im Hinblick auf die Wahl von Adjektiven in Vorschautexten. Offensichtlich sind wir nicht einer Meinung. Offensichtlich hat sie um einiges mehr Erfahrung als ich. Ich beginne also damit, eine Verlagsvorschau nach der anderen durchzublättern. Von 50 Verlagen gehe ich die Vorschauen für den Herbst 2020 durch und führe nebenher eine Strichliste: Wie viele Debüts werden für den Herbst riskiert? An welcher Stelle werden sie im Programm platziert? Wie viel sind Verlage bereit, in die Werbung ihrer Debüts zu investieren?
13 von den 50 Verlagen, die ich durchsehe, verlegen im Corona-Herbst ein Debüt. Neun davon gehören zu den großen Verlagen (mehr als 20 Mitarbeiter*innen), drei zu den mittleren (bis 20 Mitarbeiter*innen), und ein kleiner Verlag (bis fünf Mitarbeiter*innen) wagt es auch. Die anderen fünf hatten im Frühling ein Debüt im Programm, das sie im Herbst noch einmal bewerben – #zweiterfrühling.
Vier von den 13 platzieren ihre Debüts auf Platz eins, die meisten anderen auf Platz zwei, wenige werden weiter hinten gesetzt. Nur ein Verlag fällt mit seiner Entscheidung nachdrücklich auf: Zwei Debüts auf Platz zwei und drei, beides Autorinnen, der „Spitzentitel“ auf Platz eins ebenfalls eine Autorin.

„Ein Vorschautext ist ein Verkaufsinstrument“, höre ich eine Programmleiterin zu einer Lektorin sagen, „und nicht etwas zur Befriedigung von Autor*innen-Egos.“ Klar, denke ich. Wenn der „Spitzentitel“ vor mir vier Seiten in der Verlagsvorschau, eine Social Media-Kampagne, ein analoges Leseexemplar und vielleicht noch ein paar Anzeigen in Printmedien bekommt, deshalb von x Buchhandlungen mehr in das Sortiment aufgenommen und in die Auslage gestellt wird, somit x-mal höhere Chancen hat, auch gekauft zu werden, da steht mein Autorinnen-Ego schlichtweg drüber. Da denke ich mir: Möge der oder die Bessere gewinnen. Mich kennt zwar noch niemand, aber das macht ja nichts, denn der Vorschautext ist ja nur ein Verkaufsinstrument.
Dabei wäre es durchaus möglich, Verlagsvorschauen derart zu gestalten, dass jeder Titel in seiner Stärke präsentiert wird und die Werbemittel über die Titel gleichmäßig verteilt werden. Hat man sich als Verlag aber bereits mit dem Vorschuss verausgabt, muss man mit der Werbung nachziehen, und es ergibt sich die Notwendigkeit zur Ungleichbehandlung.

#blacklivesmatter
Nahezu den ganzen Mai und Juni liege ich herum und beobachte das Leben über Facebook und Instagram. Ich beobachte die Protestbewegungen nach der Ermordung von George Floyd, beobachte Solidaritätsbewegungen, ohne selbst an einer Demonstration teilnehmen zu können. Erinnere mich an Seibane Wague, der 2003 in Wien erstickt wurde, weil mehrere Sanitäter und Polizeibeamte auf ihm standen, dabei plauderten und Zigaretten rauchten. Im Gerichtsprozess gingen sie alle straffrei aus. Lediglich der Arzt wurde belangt, weil er ihnen nicht gesagt hatte, dass ein Mensch, wenn man sich auf ihn stellt, irgendwann keine Luft mehr bekommt.
Ich beobachte Werbestrategien von Verlagen, beobachte wie Autor*innen präsentiert werden, mit welchen Mitteln um die Gunst potentieller Leser*innen oder eines bereits vorhandenen Stammpublikums geworben wird. Das Virus nimmt sich alle paar Tage ein anderes meiner Organe vor, und sobald alle durch sind, ich mich so richtig durchgeschüttelt fühle, beginnt dasselbe von vorne in leicht abgeschwächter Form. Nahezu ständig habe ich das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Noch immer hat mich kein*e Ärzt*in untersucht. Alle haben Angst, obwohl die Stadt Leipzig mich nach zwei Wochen aus der Quarantäne entlassen hat.

Birgit Schmitz, bis Oktober 2020 Verlegerin bei Hoffman und Campe, weist in ihrem Artikel Neues Lesen in der Süddeutschen darauf hin, dass kein Aspekt verlegerischen Handelns von den Fragen unberührt bleibt, die #blacklivesmatter, #metoo und die Kritik der kulturellen Aneignung aufwerfen. Es gehe dabei nicht nur um die Auswahl von Autor*innen und Titeln.
Allzu häufig werde das verlegt, wofür es vermeintlich ein Publikum gebe, Titel, die immer wieder dieselben Vorstellungen bedienen. „Für Verlage war in der Vergangenheit die Entscheidung, eine schwarze britische Autorin zu verlegen, damit verbunden, die Absatzzahlen niedriger als im Vergleich zu einer weißen Autorin einzuschätzen, das bedeutete ein höheres finanzielles Risiko, was man wiederum zu mindern versucht, indem letztlich die schwarze Autorin einen niedrigeren Vorschuss erhält und weniger Aufwand an Pressearbeit und Werbung betrieben wird.“

Auf die Steinplatten, die durch die Eisdecke hindurchschimmerten, hatte ein Kind mit roter Schneiderkreide Drei-in-der-Reih gemalt. Spielen ist etwas Unwiderstehliches, und was du aufs Spiel setzt, zeigt, was dir teuer ist (…) Was macht es, gegen wen du verlierst, wenn du verlierst?

Wie kommt es dazu, dass bei einem Gefangenendilemma Defektion, also der Verzicht auf gegenseitige Kooperation, als Strategie siegt? Damit haben sich sowohl die Wirtschaftswissenschaften, als auch die Sozialwissenschaften ausgiebig beschäftigt.
Ich beobachte, wie sich Geschlechterverhältnisse schon bei so banalen Dingen wie Freundschaftsanfragen auf Facebook auffächern. Beschließe, auf jede an mich gestellte und von mir bestätigte männliche Freundschaftsanfrage mit mindestens fünf Freundschaftsanfragen an Frauen zu reagieren.
Nach Yamagishi Toshio, der unter anderem zu Vertrauen geforscht hat, wird Kooperation häufig nicht aufgrund einer Kosten-Nutzen-Abwägung verweigert, sondern aufgrund der Angst, dass die eigene kooperative Haltung durch die Nicht-Kooperation der anderen ausgebeutet wird.
Zu Recht, betrachtet man das ganze Literaturbetriebsspiel aus der Perspektive von Autorinnen, Autor*innen mit einem Minderheitenhintergrund oder Autor*innen of Color. Schließlich ist das Risiko allein schon aufgrund der gesellschaftlichen Positionen ungleich geteilt.
Die Erwartung davon, wie sich unser Gegenüber verhalten wird, beeinflusst maßgeblich unser eigenes Verhalten. Ohne glaubwürdige gegenseitige Verhaltensbindung dient Defektion letztlich dem eigenen Schutz.
Ich blättere durch die Studie #frauenzählen und komme nach allen Beobachtungen, gelesenen Büchern und eigenen Reflexionen zu dem Schluss, dass Kooperation an sich für marginalisierte Autor*innen nicht die optimale Strategie in einem wiederholten Spiel sein kann, solange sich die Datensätze nicht ändern. Weil Misstrauen und Vorbehalte im Angesicht einer sexistischen und rassistischen Geschichtsschreibung und Praxis mehr als berechtigt sind.

Es ist Anfang Juli und die versprochene Überweisung meines Hausarztes zum Pneumologen, nachdem ich erfolgreich einen negativen Covid-19-Test hingelegt habe, steht noch aus. Immerhin habe ich inzwischen wieder genug Kraft, um so richtig wütend zu sein. Ich schlage um mich vor Wut und Verzweiflung. Bücher und Verlagsvorschauen fliegen.

Aus einer kognitiven Betrachtung heraus besagt der „false consensus bias“ von Frank und Frey in Theoretische Modelle zu Kooperation, Kompetition und Verhandeln bei interpersonalen Konflikten, dass Menschen oft fälschlicherweise davon ausgehen, ihr Gegenüber habe genau die gleiche Einstellung wie sie selbst und werde sich deshalb auch genauso verhalten wie sie selbst. Verstärkt werde dieser Effekt bei „kompetitiv“ orientierten Personen beobachtet. Weshalb er bei kooperativen Personen seltener vorkommt, wird damit erklärt, dass kooperativ orientierte Personen in einer Interaktion mit einer kompetitiven Person häufig zur Verweigerung der Zusammenarbeit wechseln. Wahrscheinlich um einer Ausbeutung vorzubeugen.
Damit unterliegen nach Frank und Frey die „Kompetitiven“ einer Art „self fulfilling prophecy“, da sie ihr eigenes Verhalten bei den anderen auslösen, aber davon überzeugt sind, dass alle so handeln würden wie sie selbst.
Auch van Lange und de Dreu kommen in ihrem Beitrag Soziale Interaktion: Kooperation und Wettbewerb zu dem Schluss einer uns küchenpsychologisch vertrauten Erkenntnis: Es besteht eine Wechselwirkung zwischen der eigenen Einstellung und der wahrgenommenen Einstellung der anderen.
Nun stellt aber die Verweigerung der Zusammenarbeit einer Debütautor*in mit ihrem Verlag keine Option dar, ist der Vertrag erst einmal geschlossen. Wie und mithilfe welcher Mittel die Vermarktung des Buches vonstattengeht, obliegt nicht mehr oder nur noch begrenzt dem Einflussbereich der Autor*in. Nur im Ausblick auf eine Spielwiederholung, also das nächste Buch, gewinnt sie an Macht zurück. „Erweitere den Schatten der Zukunft“, argumentiert Robert Axelrod in Die Evolution der Kooperation. „Wechselseitige Kooperation kann stabil sein relativ zur Gegenwart, wenn die Zukunft hinreichend wichtig ist.“

#titfortat
Für Debütautor*innen ist das Erscheinen ihres ersten Buches gleich dem Betreten einer neuen Welt. Es ist ein In-Erscheinung-Treten, das zwar unterschiedlich ausfallen kann, in jedem Fall aber von einer großen Emotionalität begleitet ist, wobei sowohl die Emotionalität als auch das Risiko in dem Spiel unterschiedlich verteilt sind. Während die Autor*in genau das eine Debüt als Spieleinsatz besitzt, schreibt der Verlag lediglich einen weiteren Titel ins Programm und hisst seine Fahne.
Es mag sich leidenschaftlicher verhalten als beschrieben aber letztendlich: Irgendwo zwischen Angst und Wollust ist die Leidenschaft, erkennt Villanelle im Angesicht des drohenden Verlusts ihres Herzens an die verheiratete Geliebte. Und: Vielleicht sind alle Romanzen so, reflektiert Henri das Verhältnis des französischen Volkes zu Napoleon, kein Vertrag zwischen gleichwertigen Partnern, sondern eine Explosion von Verlangen und Träumen, die sich im alltäglichen Leben nicht Luft machen können. Da hilft nur ein Drama, und solange das Feuerwerk andauert, hat der Himmel eine andere Farbe.

„Unter welchen Bedingungen entsteht Kooperation in einer Welt von Egoisten ohne zentralen Herrschaftsstab?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich Robert Axelrod. Die Erkenntnis nach nahezu allen Spielexperimenten im Rahmen des Gefangenendilemmas, die er durchführte, wies Tit for Tat als beste Strategie aus.
Bei Tit for Tat handelt es sich um nichts anderes als den Ansatz der Reziprozität in einem wiederholten Spiel. Es wird mit Kooperation begonnen und danach jeweils das getan, was das Gegenüber beim vorherigen Zug getan hat. Anders ausgedrückt: Wie du mir, so ich dir.
Die Auszahlungsmatrix des Gefangenendilemmas impliziert, dass man immer untereinander kooperieren soll, weil Kooperation dasjenige Verhalten ist, das man sich einerseits von anderen wünscht und das andererseits den höchsten gemeinsamen Gewinn evoziert. Das würde allerdings bedeuten, dass nicht Tit for Tat die beste Strategie ist, sondern die „unbedingte Kooperation“. Unbedingte Kooperation tendiert allerdings nach Axelrod dazu, andere zu verderben: Es verleitet zur Ausbeutung. Deshalb kommt er zu dem Schluss, dass Reziprozität, also Tit for Tat, eine bessere Grundlage für Moralität darstellt.

Nicht nur in der Zusammenarbeit mit Verlagen, auch in jener mit anderen Autor*innen, muss eine Autorin, eine Autor*in mit Minderheitenhintergrund oder Autor*in of Color die unbedingte Kooperation in Frage stellen. Hier gibt die simple Beobachtung des Verhaltens in sozialen Netzwerken unmissverständlich darüber Auskunft, wessen Interessen wem die nächsten sind. Während Autorinnen häufig dazu tendieren auch die Beiträge und Lesungen anderer Autor*innen in ihren Chroniken zu teilen, scheinen Autoren weit „besser“, also egoistischer, in der Selbstvermarktung.

#übrigens:ich
Das Agieren und Sich-Präsentieren in sozialen Netzwerken ist für Debütautor*innen kein Zwang aber doch ein operables Tool, um Sichtbarkeit zu schaffen, sich ein Unterstützer*innennetz zu spinnen. Besonders für jene Debütautor*innen, deren Verlage nicht über die finanziellen Mittel für eine wirkungsvolle Werbekampagne verfügen oder ihre Mittel in andere Titel investieren, bleiben soziale Netzwerke oftmals die einzige Option einer überregionalen Präsenz.
Lina Muzur und Andreas Fanizadeh bringen diesbezüglich in einem Gespräch mit der Literaturzeitschrift PS – Politisch Schreiben Elena Ferrante als Gegenbeispiel: Über diese wisse bis heute niemand, wie sie aussehe und ihr Erfolg habe sich trotzdem eingestellt. Eine Argumentation, die, ebenso wie das hochgehaltene Beispiel von Joanne K. Rowling, suggeriert, man habe als Debütant*in, als Autor*in, die frisch den Markt betritt, in jedem Fall die Chance, ein „Star“ zu werden. Es ist dies der kapitalistische Grundglaube in das Wirken der „unsichtbaren Hand“ des Marktes. Wie in dem ur-kapitalistischen US-amerikanischen Mythos „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ wirft diese Sichtweise einer Autor*in ihr Debüt knallhart vor die eigenen Füße und meint: Auf dem freien Markt wird sich entscheiden, wie gut dein Buch wirklich ist – unabhängig von Werbung, Besprechungen, Plätzen in Verkaufsregalen oder Schaufenstern, Einladungen zu Lesungen oder einem bereits bestehenden Unterstützer*innennetzwerk. Wie so oft im Kapitalismus wird die Ausnahme zur vermeintlich allen gleich offenstehenden Möglichkeit stilisiert, sodass die Autor*in in meritokratischer Manier dazu angehalten wird, den Fehler allein bei sich selbst zu suchen und nicht die Struktur zu hinterfragen, welche den Werdegang mit produziert.

#frauenzählen
Im März 2018 wurden 2036 Rezensionen und Literaturkritiken in 69 deutschen Medienformaten (Print, Hörfunk, TV) von 45 Freiwilligen codiert, nach bestimmten Parametern statistisch ausgewertet und analysiert. Die Leitfragen lauteten: Lassen sich Unterschiede in der medialen Präsenz, in der Häufigkeit und im Umfang der Besprechungen von Autorinnen im Vergleich zu Autoren ausmachen? Existieren hierbei spezifische Merkmale, die auf das Geschlecht der Rezensierenden zurückzuführen sind? Welche Genres werden in welchem Umfang vom wem besprochen? Lassen sich darin wiederum Signifikanzen in der Geschlechtsverteilung (besprochene/r Autorin/Autor, Kritiker/Kritikerin) feststellen?
Ein Team von 38 Codierer*innen unter der Leitung von Janet Clark und Nina George hat die Daten erhoben: das Geschlecht der Autor*innen, das literarische Genre des besprochenen Werkes, das Geschlecht der Rezensierenden, die Länge der Buchbesprechungen in Zeichen bzw. Sekunden und ob es sich um eine Original- oder Lizenzausgabe handelt.

Kurz zusammengefasst lauten die Ergebnisse wie folgt: Auf zwei Männer kommt eine Frau. Männer schreiben mehr über Männer. Und Frauen meistens auch. Im Sachbuch und Krimigenre kommt auf fünf besprochene Autoren eine Autorin. Autoren und Kritiker dominieren den literarischen Rezensionsbetrieb. Zwei Drittel aller Rezensionen würdigen die Werke von Autoren. Männern steht ein deutlich größerer Raum für Kritiken zur Verfügung. Einzig das Kinder- und Jugendbuchgenre erscheint als ausgeglichenes; die als intellektuell oder „maskulin“ empfundenen Genres wie Sachbuch und Kriminalliteratur werden von Autoren wie Kritikern vereinnahmt.
„Zahlenverhältnisse, die auf ein strukturell nachweisbares, geschlechterbezogenes Bias verweisen“, subsumieren die Verfasser*innen der Studie, „eine Voreingenommenheit im Literaturbetrieb. Sie decken sich mit den Ergebnissen anderer Studien zu Geschlechterverhältnissen im Medienbetrieb.“

In Bezug auf das Verlegen und Vermarkten von Autor*innen of Color betont Birgit Schmitz: „Diese Struktur hält ganz automatisch den Status quo aufrecht und sorgt damit für weniger Diversität des literarischen und intellektuellen Lebens. Titelauswahl ist somit nie farbenblind […]. Kein Verlag schaut auf eine unschuldige Publikationsgeschichte zurück.“

Die kooperative Orientierung rückt die Erreichung des höchstmöglichen gemeinsamen Gewinns in den Mittelpunkt, wohingegen es bei der kompetitiven Orientierung darum geht, den eigenen Gewinn im Vergleich zum Gewinn der* anderen zu maximieren. Die individualistische Orientierung zieht die Maximierung des eigenen Gewinns vor, ohne allerdings den Gewinn der* anderen zu berücksichtigen. Bei einer altruistischen Spielweise wird der Gewinn der* anderen maximiert.

#becauseit’s2020
Was bedeutet all das nun für die Lösung des Gefangenendilemmas, also eines Wettbewerbskonflikts? Es bedeutet, dass Autorinnen, Autor*innen mit einem Minderheitenhintergrund und Autor*innen of Color zu Recht misstrauisch im Hinblick auf das Verhalten ihres Verlages, aller Literaturbetriebsinstitutionen und die Selbstverständlichkeiten ihrer weißen männlichen Kollegen sein sollten. Denn erstere haben ihre Karriere meist weniger im Auge und zweitere ihre eigene Karriere meist umso schärfer. Obendrein wird deren Vorankommen ohnehin von bereits existierenden und etablierten Strukturen, innerhalb derer der Anteil von Männern sowohl im Rezensions- als auch Jurybereich überproportional hoch ist, zusätzlich begünstigt.
Das Gefangenendilemma bleibt nicht umsonst als Beispiel über die Epochen hinweg so einprägsam, impliziert es doch, dass die gewinnbringendste Kooperation jene zwischen Gleichwertigen, also Akteur*innen auf Augenhöhe, ist. Augenhöhe besteht dann, wenn ich meinen Gewinn und den Gewinn der anderen, also den gemeinsamen Gewinn, als das Höchste einschätze und davon ausgehen kann (Vertrauen), dass mein Gegenüber eben dies auch tut.
Trotzdem gewinnt im klassischen Gefangenendilemma die institutionelle Kooperation, also die mit den Ordnungshütern, den Gatekeepern, den Profiteuren, die den höchsten gemeinsamen Gewinn der Akteur*innen vereiteln wollen. Obwohl allen Mitspielenden doch klar sein muss, dass, ebenso wie beispielsweise Behörden nicht an der Kooperation zweier Straftäter*innen interessiert sind, auch etablierte Institutionen des Literaturbetriebs den Austausch unter Autor*innen gerne begrenzt sehen wollen und manche Verlage sogar in Vertragsklauseln das Publikmachen von Vorschusshöhen unterbinden.

Sinnvoll ist es also für Autorinnen, Autor*innen mit Minderheitenhintergrund und Autor*innen of Color miteinander in Austausch und Kooperation zu treten und das auch wiederholt, trotz möglicher Frustration, einfach immer und immer wieder!
In einem solchen Austausch sollte jedenfalls mit Kooperation begonnen werden, um dann Tit for Tat zu spielen, aber nach Möglichkeit immer wieder zur Kooperation zurückzukehren.
Eine Kooperation auf Augenhöhe ist weder zwischen Straftäter*innen und Behörden noch zwischen Autor*innen und Vertreter*innen literaturbetriebsinterner Institutionen möglich. Hierfür gibt es letztlich Verträge und diese sollten verschriftlicht sein.

Napoleon verliert den Feldzug gegen Russland, aber er stirbt nicht daran. Sein Verlangen brannte länger als unseres, weil er kaum befürchten musste, dafür mit dem Leben zu zahlen. Er behielt das kostbare, einzigartige Ding bis zum letzten Augenblick hinter dem geheimen Paneel, wir aber, die wir außer dem Leben wenig besaßen, setzten von Anfang an das aufs Spiel, was wir hatten. Er sah, was wir fühlten. Er nahm unsere Verluste in Kauf. Er hatte Zelte und Nahrung, als wir starben. Er versuchte, eine Dynastie zu gründen. Wir kämpften um unser Leben.

Mit alten Gewohnheiten zu brechen bedeutet, das Allgemeine zu verändern. Es birgt in sich die Chance, ein neues Allgemeines zu schaffen, mitunter ein wenig von dem Besonderen zum Allgemeinen zu machen. Was, wenn nicht das, hat die Corona-Pandemie im Schlechten wie auch im Guten bisher gezeigt?

Nach Pruitt und Rubin in Social Conflict. Escalation, Stalemate, and Settlement entstehen Konflikte aufgrund von Knappheit von Ressourcen, schnell ansteigendem Erfolg (besonders gefolgt von einem Rückgang), Nullsummendenken, Unklarheit über die relative Macht, individuellen Vergleichen, inkonsistentem Status, Misstrauen und aufgrund des Fehlens eines normativen Konsenses.

Die ungeschriebenen Regeln, die bereits existieren, existieren nicht zu meinem Vorteil. Die neuen Regeln muss ich gemeinsam mit anderen Verbündeten schaffen. Damit ein „white male bookshelf“ nicht mehr dominant weiß bleibt, müssen wir uns selbst auf bunte Bücher konzentrieren, bunte Bücher besprechen, uns auf bunte Bücher beziehen, bunte Bücher bewerben und für diese Werbung eine Sprache wählen, die nicht bereits die der weißen Bücher ist.

Wie wird meine Zukunft sein, wenn ich sie finde? Ich werde sie finden. Irgendwo zwischen Angst und Wollust ist die Leidenschaft, entscheidet Villanelle und Henri erkennt: Es gibt ihn nicht, den begrenzten Sieg. Jeder Sieg hinterlässt weiteren Groll, ein weiteres geschlagenes und erniedrigtes Volk. Ein weiteres Land zu bewachen, zu verteidigen und zu fürchten.

Mitte Juli. Inzwischen warte ich auf die Ergebnisse meiner Blutuntersuchungen und meines Lungenröntgens. Ich habe mit Hilfe von Freundinnen jemanden gefunden, der einen ähnlichen Corona-Verlauf hatte. Wir sind jetzt per Mail in Kontakt. Das beruhigt mich.

Noch immer weiß ich nicht, ob meine Lunge jemals wieder die alte sein wird, was die Langzeitfolgen sein könnten, aber die Angst ist nicht mehr so groß. Mit jeder Minute, die meine täglichen Spaziergänge länger werden, steigt die Zuversicht.

Lektorat: Yael Inokai, Eva Schörkhuber, Lena Vöcklinghaus

Inspiriert von:

Jeanette Winterson: Oranges Are Not the Only Fruit, The Passion und der deutschen Übersetzung von Bettina Runge: Verlangen, Why Be Happy When You Could Be Normal
Birgit Schmitz: Neues Lesen, Süddeutsche Zeitung
Robert Axelrod: Die Evolution der Kooperation
Sabine Küchle, Christoph Lütge, Band 11, Philosophie und Ökonomik: Dilemmastrukturen In Wirtschaftsethik und Sozialpsychologie – ein Vergleich
Dean G. Pruitt, Jeffrey Z. Rubin: Social Conflict. Escalation, Stalemate, And Settlement
Toshio Yamagishi: Group Size and Provision of a Sanctioning System in a Social Dilemma
Paul A. M. van Lange, Carsten K. W. de Dreu: Soziale Interaktion: Kooperation und Wettbewerb
Elisabeth Frank, Diether Frey: Theoretische Modelle zu Kooperation, Kompetition und Verhandeln bei interpersonalen Konflikten
Die PS-Redaktion im Gespräch mit Lina Muzur und Andreas Fanizadeh: „Es hat auch Nachteile, dass manches heute wie ein Komet am Himmel startet und dann wieder runterfällt“:

www.frauenzählen.de
www.nsu-tribunal.de

#blacklivesmatter
#migrantifa

Gesprächen mit: Jessica Beer, Olivia Golde, Yael Inokai, Florian Kiel, Carolin Krahl, Sabine Scholl, Lena Vöcklinghaus

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