PS – Politisch Schreiben Anmerkungen zum Literaturbetrieb

Autor_innen

Autor_innen der PS#1
Konkurrenz und Kanon

TEXTE VON

kaśka bryla

Felix Dachsel hat 2013 für die taz von den Gezi-Protesten aus Istanbul berichtet. Er war beeindruckt von unbeugsamen Menschen, die sich ihrerseits nicht von Polizeigewalt und Tränengas beeindrucken ließen.

Esther Dischereit
To His Excellency Xi Jinping, President of the People`s Republic of China
….on behalf of „PEN centre of German speaking writers abroad“ I am writing to you. I am very much concerned about the fate of my journalist-and-writer colleague, the 71 years old Mrs. Gao Yu. I alongside with many of my friends, the PEN and others, condemn her conviction and sentence and call for her immediate and unconditional release. Mrs Gao Yu had nothing else done than following her legitimate professional duties. … Me and my colleagues are worried about her life. We are frightened having heard her voice speaking: „I don`t want to die here“. She still can speak to us, to me. I call on you to release her immediately… We are interested hearing from you.
Prof. Esther Dischereit 8/6/2015

Anne Hofmann geboren in Karl-Marx-Stadt, ist Redakteurin der Zeitschrift OutsideTheBox.

Anna Kow ist seit 2010 Redaktionsmitglied der Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik outside the box und hat u.a. für die Jungle World geschrieben. Dank eines Studienstipendiums muss sich um die Finanzierung des eigenen Zimmers respektive Schreibens zurzeit keine Sorgen gemacht werden. Einsamen Wald- oder Alphütten kann die Autorin privat durchaus einiges abgewinnen.

Veronica Lion Nichts ist unpolitisch. Diese Erkenntnis hat mich auf verschiedenen Ebenen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in meinem Leben überzeugt und definiert seither mein politisches Selbst. Das erste Lesen von Texten Heideggers, Arendts oder Nancys über das Mitsein, die feministische Erkenntnis meiner eigenen strukturellen Positionierung, das gleichzeitige Anerkennen eigener Privilegien, das Gefühl von Kollektivität bei großen politischen Aktionen in der Öffentlichkeit, das Gefühl von Solidarität, Radikalität und Allianz, von Verantwortung und Gemeinschaft: sich selbst beständig in einem Gefüge des Miteinanders ausverhandeln.

Elena Messner Die Autorin ist in ungesundem Ausmaß interessiert an den Aktivitäten und Aussagen österreichischer Finanz- und Innenminister/-innen.

Anne Nimmesgern lebt & schreibt usw.

Andrej Paulitsch lebt in Wien und konnte einzelne Menschen, die nach Österreich migriert sind und nur wenige Chancen auf eine Aufenthaltsgenehmigung hatten, unterstützen, sodass sie dort leben konnten – oder in ein anderes europäisches Land gelangen konnten. Denn Solidarität ist eine Praxis. Und dann wäre da noch der Kampf für den Erhalt eines autonomen Zentrums. Denn die Praxis braucht Strukturen und Orte.

Eva Schörkhuber fragt sich, wie sie* die Reproduktionsmechanismen herrschender Verhältnisse analysieren, unterwandern, sabotieren kann. Und sie* freut sich, dass sie* immer mehr Menschen kennenlernt, die den Möglichkeits sinnliterarischen Schreibens nicht als reine Formalität betrachten, sondern als Mittel und Weg, Zeitgenoss_innenschaften zu leben, zu artikulieren, in Anspruch zu nehmen. Schreibbanden bilden!

Theaterkollektiv Kormoran www.theaterkormoran.de

Dora Trohar

Bettina Wilpert ist Feministin, seitdem sie das erste Mal Sleater Kinney gehört hat. Sie ist Mitglied im herrschaftskritischen Jugendverband Naturfreundejugend Berlin. Andere etwaige Zusammenhänge stellen leider keinen Mitgliedsausweis aus.

 

 

GESPRÄCHE MIT

Michael Krüger hat Ende der Sechziger Jahre mit Freunden eine Buchhändlergewerkschaft gegründet. Die bis dahin gewerkschaftslosen Einzelpersonen verbanden sich, um gegenüber anderen Produktionsstationen, wie zum Beispiel Druck oder Papier, eine Position erstreiten zu können. Schließlich wurde sie in den HBV (Gewerkschaft Handel, Banken, Versicherung) aufgenommen.

Sabine Scholl war Redaktionsmitglied von barracuda (linke Zeitung), idewe (Schülerzeitung) und schreib Texte für die AUF (feministische Zeitschrift). 1988 schrieb sie eine Reportage über die Dörferzerstörung in Siebenbürgen. Sabine Scholl war Anhängerin der “schwarzen botin” (Wien – Berlin – Paris) und beschäftigt sich Zeit ihres Lebens mit transnationalen Phänomenen und Literatur zwischen den Sprachen und Kulturen.